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Seit jeher sind Methodisten damit konfrontiert, ihren Namen zu erklären und sich dem Sektenvorwurf zu erwehren. John Wesley hat schon bald in einer kleinen Schrift genau dafür Hilfestellung gegeben – den Methodisten selber, damit sie wissen „wer sie sind“ und das auch erklären können. Und „den anderen“, um ihnen vor Augen zu führen, dass Methodisten ein Teil der großen christlichen Familie sind.
Man merkt dieser Schrift ihr Alter von fast 270 Jahren nicht an. Die Erläuterungen sind immer noch hochaktuell und treffen in dieser neuen Übersetzung auch heute den Ton – ermutigend und herausfordernd. Beispiele gefällig? „Wenn wir anderen unsere Gedanken über alltägliche Themen oder über Glaubensfragen mitteilen, ziehen wir möglichst einfache, verständliche und gängige Wörter vor.“ Oder: „Die Liebe Gottes hat die Methodisten befreit von Stolz und geistlichem Hochmut, aus denen nur Streit entsteht.“ Und wenn Wesley schlussfolgert, dass wir Methodisten uns „von wahren Christen – welcher Denomination sie auch angehören – durchaus nicht unterschieden“ kann das nach dem Lesen dieser kleinen Schrift nur bestätigt werden. Wenn sich die Methodisten den Inhalt dieses kleinen Büchleins zu Herzen nehmen und ihre Hand zur Gemeinschaft ausstrecken, sind sie tatsächlich „schlicht und einfach Christen“, die aber einen großen Auftrag leben. Das zieht Kreise – garantiert.
Die außerordentlich schön gestaltete Neufassung ist anregend zu lesen. Sie gehört ins Bücherregal eines jeden Methodisten, ist ein nettes ökumenisches Geschenk und gut geeignet zur Weitergabe, wenn wieder einmal gefragt werden sollte „Was sind Methodisten eigentlich?“



