Plädoyer für unvollkommene Gemeinden

Plädoyer für unvollkommene Gemeinden

Heilsame Impulse
Autor(en): Reiner Knieling
Artikelnummer: 861057000
132 Seiten
ISBN-Nummer: 9783525570005
Erscheinungsdatum: September 2009
Seitenzahl: 132
Verlag: V&R
Gewicht: 164 g
Format: 12,3 x 20,5 cm

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Der Mutmacher

Knieling fühlt den Gemeindeaufbauprogrammen auf den Zahn. Er zeigt Lernwege auf, wie nicht Veränderbares in der Gemeindearbeit auszuhalten ist und fragt nach Prozessen, die der Gemein ...

Details

Der Mutmacher Knieling fühlt den Gemeindeaufbauprogrammen auf den Zahn. Er zeigt Lernwege auf, wie nicht Veränderbares in der Gemeindearbeit auszuhalten ist und fragt nach Prozessen, die der Gemeindegesundheit dienen. Gemeindeentwicklung, missionarischer Gemeindeaufbau und Kirchenreformprogramme dienen der Verbesserung der kirchlichen Arbeit. Doch wer kann all die Forderungen erfüllen und die Ziele erreichen? Müdigkeit macht sich breit: "Was sollen wir noch alles tun!?" Knieling plädiert vor diesem Hintergrund für den Mut zur Unvollkommenheit und beschreibt unterschiedliche Wege, wie im normalen Gemeindealltag mit Fragmenten und Misslingen umgegangen werden kann. Der Autor befragt die verschiedenen Gemeindekonzeptionen der letzten Jahrzehnte wie Kirchenreformprogramme, Gemeindepädagogik oder Gemeindeberatung auf ihren Umgang mit Unvollendetem und Fragmenten. Er geht auf biblische Spurensuche zum Thema, entfaltet verschiedene Facetten von Unvollkommenheit und Versuche zur Verbesserung der Situation. Eine ehrliche Bestandsaufnahme eröffnet die Chance, Kraft aus Veränderung zu erfahren und die Chance einer ökumenischen und gesellschaftlichen Öffnung. Nicht zuletzt geht Knieling der Frage nach, was Gemeindegesundungsprozessen dienen könnte. Für belastete Gemeinden kann eine Standortbestimmung den Ausgangspunkt einer möglichen Gesundung bilden. Dabei geht es u.a. um durchaus berechtigte, aber auch begrenzte Optimierung. Wie können wir neu lernen, in der Gemeindearbeit nicht Veränderbares auszuhalten, ohne dabei den Humor zu verlieren? Knieling stellt die Bedeutung der Trauer für den Umgang mit Unvollkommenem vor und sucht nach dem Potenzial der Spiritualität. Inhalt Vorwort I. Unvollkommenheit hat verschiedene Facetten 1. Die Konzeptionen und die Wirklichkeit Kirchenreform, Konziliarität und Gemeindepädagogik Missionarischer Gemeindeaufbau Gemeindeberatung "Kirche der Freiheit" 2. "Wie hat Jesus die Gemeinde gewollt?" Nachfolge kann ganz unterschiedlich aussehen Unsere Verantwortung - in, mit und unter den Bedingungen dieser Welt Was Gott tut, ist Anfang, nicht Vollendung "Darum sollt ihr vollkommen sein ..." Zerbrechlicher Leib Christi und brüchige Gemeindewirklichkeit 3. Zwischen Verbesserungen und Unvollkommenheiten Optimierung - anregend oder erdrückend? Begriffe und Phänomene unterscheiden Entscheidend am Fragment ist, was hindurchscheint Ruinen der Vergangenheit als Tempel des Heiligen Geistes Mangel an Vollendung und Hoffnung auf das Wort Brüchige Beziehungen und geschenkte Identität 4. Wahrnehmungshindernisse und Wahrnehmungsgewinne Warum wir Unvollkommenes nicht gerne sehen Es ist unangenehm Es ist Sünde Wir wären gerne perfekt Wir haben die richtige Theologie Wir kirchliche Hauptamtliche sind, wie wir sind Was wir davon hätten, wenn wir hinschauen würden Wer hinschaut, sieht auch sich selbst in einem neuen Licht Eingeständnis dessen, was nicht geworden ist Erfahrung der verändernden Kraft des Evangeliums Ökumenische und gesellschaftliche Öffnung II. Gemeindegesundungsprozesse 5. Was dient der Gemeindegesundheit? Heil-Land für Gemeinden Gesundheit ist relativ Gemeindegesundheit - und was ihr dient 6. Gott und sich selbst unterscheiden Wenn Gott nicht so anders wäre Drei Beispiele Unverfügbares Wirken Gottes und unsere Verantwortung Gottes Segen 7. Gemeinde entwickeln Verbessern - nicht vervollkommnen Verbesserungen als Anpassungsleistungen Zum Beispiel: Gemeinde L. Zwischen Zielen und Wünschen unterscheiden 8. Sich anregen lassen und auseinander setzen Andere Arten zu glauben, zu denken und zu handeln, als Anregungen verstehen In der Auseinandersetzung die eigene Spur finden Lernhindernisse reduzieren - Widerstände überwinden 9. Tun und Lassen Zum Beispiel: Gemeinde-Entwicklungs-Teams (GET) Optimierungszwänge entlarven Verändern und Ertragen Zum Beispiel: Evangelisches Münchenprogramm (eMp) 10. Grenzen ertragen Warum Akzeptieren, Aushalten und Ertragen so schwer ist Unveränderliches - theologisch gedeutet und geistlich erfahren Zum Beispiel: Gemeinde N. Andere als Andere aushalten Konflikte wagen und Vorwürfe loslassen Systemimmanente Leitungsgrenzen aushalten Zum Beispiel: Pfarrerin F. 11. Humor zulassen Humor als Stärkungsmittel und Therapeutikum Humor des Glaubens Humor ermöglicht Ertragen und Veränderung 12. Der Trauer Raum geben Verluste und Abschiede - in Gemeinde und Kirche Verluste spüren und das Leben wagen 13. Spiritualität leben Gemeinden als Orte der Spiritualität Gebete als Orte der Klage, Hoffnung und Verwandlung Spiritualität und Fragment 14. Unvollkommenheiten und Entwicklungspotenziale in einer Gemeinde entdecken - ein Leitfaden Gemeinde wahrnehmen Unvollkommenes anschauen und Potenziale entdecken Literatur Dr. theol. Reiner Knieling, Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, ist Dozent für Praktische Theologie und Neues Testament an der Evangelistenschule Johanneum, Wuppertal, und Privatdozent für Praktische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel.

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